Was macht eine großartige Domina oder Herrin aus?

BDSM braucht in der Regel zwei Menschen, die sich unter Konsens entscheiden, miteinander zu spielen. In diesem Beitrag nehmen wir – zur Abwechslung! – die dominanten Damen unter die Lupe, statt den devoten Männern.


Wir sprechen oft über die Fehler der devoten Männer

Wir bei Lala Idrisse kümmern uns gerne um den etwas schief gewickelten, devoten Mann, der Frauen mit ungefragten Fuß-Nachrichten nervt, sich beim Dating mit seinem Fetisch schwer tut oder auch mal leicht dödelig beim Anstarren hübscher Füße erwischt wird. Selbst bei (bezahlten) Fuß-Dates scheint es nicht immer glatt zu laufen. Unser selbstgewählter Auftrag: Den Fußfetisch ein kleines bisschen gesellschaftsfähiger zu machen und für Toleranz zu kämpfen.

Das verleiht uns allerdings eine Schlagseite: Als gäbe es lediglich fehlerbehaftete Männer, die sich tollpatschig anstellen. Deshalb möchten wir uns heute den dominanten Damen widmen. Um einen Disclaimer vorauszuschicken: Die hier beschriebenen Regeln können selbstverständlich auch in einem Szenario mit dominantem Mann und devoter Frau Anwendung finden.

Das sind Anzeichen für eine großartige dominante Frau, bzw. „Herrin“

Offene und häufige Kommunikation

Eine gute Herrin hält die „Kommunikationswege“ mit ihrem Sub offen. Dazu gehört ein „wie war dein Tag?“ so sehr wie das Angebot einer Aussprache nach einem Streit. Sie übernimmt damit Verantwortung.


Oberste Priorität: Aftercare


Nachsorge hat oberste Priorität. Es gibt keine egoistischen Phasen, in denen die Herrin ihren Sklaven lediglich zu ihrem Vergnügen benutzt. Eine gute Herrin kennt die Gefahr des sogenannten „Sub Drop“ und weiß diesen abzuwehren. Egal, was Aftercare in eurem individuellen Fall beinhaltet: Eure gemeinsamen Rituale werden stets eingehalten und respektiert.


Sie möchte, dass du wächst


Sie macht sich Sorgen um deine Sicherheit, übertreibt es damit aber nicht. Sie will, dass du dich sicher fühlst, aber lässt dabei keine Paranoia oder gar Kontrollwahn aufkommen.


Sie respektiert deine Privatsphäre und vertraut dir


Jeder hat Geheimnisse. Auch unter Partnern, die schon lange zusammen sind, kann es Dinge geben, die einfach nicht offen angesprochen werden. Eine respektvolle Dom versteht das.
Sie vertraut dir. Dazu gehört, die „Kontrolle“ der Herrin nicht auf Gebiete auszuweiten, die für dich Tabu sind.


Meinungsverschiedenheiten werden konstruktiv gelöst


Bei Meinungsverschiedenheiten verwendet eine gute Dom konstruktive Sprache. Es gibt keine gesunde Beziehung, die 100% streitfrei ist. Wenn diese jedoch auftreten, handelt es sich nicht um einen „Ich gegen dich“-Streit.


Grenzen und Tabus werden respektiert


Sie respektieren deine Grenzen. Was hier wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist es leider nicht immer. Es gibt dominante Partnerinnen und Partner, die unter Tabu lediglich ein „überzeuge mich davon“ verstehen. Eine gute Herrin spricht ebenso häufig mit dir über Dinge, die du nicht tun willst, wie über jene, die euch beiden gefallen.


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